Der Adler

Der Adler mit der Traube ist zum internationalen Erkennungszeichen für besten deutschen Wein geworden. Seit 1910 bürgen die Winzer im VDP mit ihrem guten Ruf für die hohe Qualität ihrer Erzeugnisse. Ihr Verbandszeichen ist Garant dafür. Es symbolisiert kontrollierte Güte. Aufgenommen in die Elite des deutschen Weinbaus werden nur Güter, die auf Herz und Nieren geprüft wurden. Der hohe Standard des Betriebs und die persönliche Integrität des Gutsinhabers sind von herausragender Bedeutung. Doch auch langjährige Mitglieder können sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Alle fünf Jahre findet eine erneute Betriebsprüfung statt, die von erfahrenen Kollegen durchgeführt wird.

Die VDP-Winzer haben in ihren Statuten hohe Ansprüche festgeschrieben: etwa beim Mostgewicht und der qualitätsfördernden Höchstertragsregelung, die sie weit strenger definieren als der Gesetzgeber. Gerade deswegen sind die VDP-Güter in der Erzeugung klassischer Spät- und Auslesen führend. Beim regelmäßigen Erfahrungsaustausch profitieren die Mitglieder von dem großen Können ihrer Kollegen. Zum wechselseitigen Nutzen werden auch Kontakte zu ausländischen Spitzenerzeugern gepflegt. Die Veranstaltungen des VDP in den einzelnen Regionen sind eine wertvolle Bereicherung des kulturellen Lebens. Vor allem die traditionsreichen Versteigerungen sind Glanzpunkte im Jahresprogramm.


Wie wir Qualität definieren? ...aus unserer Satzung

Aufgaben des Verbandes

  • Pflege der jahrhundertealten Weinkultur und Weingeschichte in Deutschland
  • Stetige Verbesserung der Weinqualität seiner Mitgliedsbetriebe
  • Förderung des naturgemäßen Weinbaus

Verfolgt werden diese Ziele insbesondere durch:

  • die Weiterentwicklung von Qualitätskriterien und Produktionsrichtlinien
  • Selbstkontrolle und Erfahrungsaustausch produktionstechnische und betriebswirtschaftliche Beratung der Mitglieder
  • Förderung von Forschung und Wissenschaft auf dem Gebiet des integrierten und des naturgemäßen Weinanbaus
  • Planung und Organisation von gemeinsamen Veranstaltungen, insbesondere Weinproben, Weinwerbeveranstaltungen und eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit im In- und Ausland
  • die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Institutionen der Weinbranche
  • Förderung von weinkulturellen Veranstaltungen

Voraussetzungen für die Mitgliedschaft und Pflichtenkatalog

(Die Regionalvereine können strengere Regeln festlegen - und tun dies auch)

  • Reduzierte Erträge
  • Gute und beste Weinbergslagen
  • Anbau von 80% traditionellen gebietstypischen Rebsorten (individuell festgelegt durch die Regionalvereine)
  • Bewirtschaftung der Weinberge nach den Regeln des integrierten Weinbaus (Grundstufe auf dem Weg zum naturgemäßen Weinbau)
  • Prädikatsweinanteil über dem Durchschnitt des jeweiligen Anbaugebietes
  • Höhere Mostgewichte (Mindestzuschlag: die Summe von 8° Oechsle, in der Regel auf unterschiedliche Prädikatsstufen verteilt)
  • Hochkarätiges Weinangebot (überdurchschnittliche Qualität, mehrere Jahrgänge)
  • Angemessene Hofstelle mit eigener kellerwirtschaftlicher Einrichtung
  • Anbau, Ausbau und Vermarktung liegen in einer Hand und werden im eigenen Betrieb durch fachlich hochqualifiziertes Personal betreut
  • Vollerwerbsbetrieb mit anerkannt dauerhaft gutem Qualitätsstandard gutem nationalem respektive internationalem Ruf Schatzkammerbeständen
  • Mitglieder können nur die Inhaber von Weingütern sein.
  • Verwendung des VDP-Zeichens auf der Kapsel

Betriebsprüfung (Prüfungsordnung)

[durch die regionale und ggf. Bundesprüfungskommission]

1. Zeitpunkt:

  • bei Neuaufnahme
  • regelmäßig, späens alle 5 Jahre
  • aus besonderem Anlaß (bei Satzungsverstoß, bei Beanstandung von Erzeugnissen)

2. Bestandteile:

  • Weinprüfung (sensorische Prüfung eines repräsentativen Querschnittes)
  • Konkrete Überprüfung des Betriebes (Gebäude, Weinberge...)
  • Überprüfung von zusätzlichen VDP-Indikatoren und Vorgaben (z.B. Ausbildungsbetrieb, Preisniveau, Etikettenangaben, Verwendung des VDP-Zeichens, Mitgliedschaft in anderen Vereinigungen)
  • Prüfungsbericht über das Erfüllen der Voraussetzungen und Pflichten eines Mitglieds.